Viele Eigentümer machen denselben Fehler: Sie vergleichen Angebote anhand des Endpreises. 180.000 € gegen 210.000 € – und der Günstigere bekommt den Zuschlag.
Was dabei übersehen wird: Die beiden Zahlen beschreiben womöglich völlig unterschiedliche Leistungsumfänge. Ein Bauangebot ist kein Festpreis. Es ist ein Versprechen – dessen Wert davon abhängt, wie präzise es formuliert ist. Und genau das lässt sich prüfen.
Kostenloser Service
Ihr Angebot liegt bereits vor?
Wir prüfen es strukturiert nach allen 7 Kriterien – kostenfrei und ohne Verpflichtung. Sie erhalten eine klare Einschätzung, wo Risiken stecken und was Sie vor der Unterschrift klären sollten.
Vollständigkeit der Leistungen
Die wichtigste Frage zuerst: Sind alle für Ihr Projekt notwendigen Leistungen im Angebot enthalten? Das klingt selbstverständlich – ist es aber nicht.
Häufig fehlen Positionen wie Baustelleneinrichtung, Entsorgung von Bauschutt, Gerüststellung oder Schutzmaßnahmen. Diese tauchen dann als separate Rechnung auf – und zwar meist dann, wenn das Projekt bereits läuft und Sie keine Wahl mehr haben.
Fragen Sie den Anbieter explizit: „Was ist nicht im Angebot enthalten?" Die Antwort ist oft aufschlussreicher als das Angebot selbst.
Mengenansätze und Aufmaß
Sind die Mengenangaben – Quadratmeter, Laufmeter, Stückzahlen – realistisch und nachvollziehbar? Oder stehen da Pauschalangaben wie „ca." oder „geschätzt"?
Bei Estrich, Putz, Dämmung oder Erdarbeiten summieren sich schon kleine Abweichungen schnell auf mehrere Tausend Euro. Ein seriöses Angebot basiert auf gemessenen oder zumindest plausibel begründeten Mengen – nicht auf Erfahrungswerten aus dem Bauch heraus.
Orientierung
Was kostet Ihre Sanierung realistisch?
Unser Sanierungskostenrechner gibt Ihnen eine erste strukturierte Einschätzung – bevor Sie ein Angebot einholen oder bewerten.
Leistungsdefinition und Materialqualität
„Bodenbelag liefern und verlegen" – das ist keine Leistungsbeschreibung. Das ist ein Lückenbüßer. Welcher Bodenbelag? Welche Qualitätsstufe? Welcher Untergrund wird vorausgesetzt?
Jede nicht eindeutig definierte Position ist ein potenzieller Streitpunkt. Und Streitpunkte kosten: Zeit, Nerven und meistens Geld.
Schnittstellen zwischen Gewerken
Wer ist zuständig, wenn zwei Gewerke aufeinandertreffen? Wer verantwortet die Abdichtung zwischen Trockenbau und Fliesen? Wer trägt das Risiko bei Maßabweichungen?
Fehlende Schnittstellenregelungen sind einer der häufigsten Gründe für Projektverzögerungen und ungeplante Mehrkosten. Im Angebot lassen sie sich daran erkennen, dass Übergangsbereiche gar nicht erwähnt werden.
Besonders kritisch: Elektrik / Trockenbau, Sanitär / Fliesen, Außendämmung / Fenstermontage. Wenn diese Übergänge nicht geregelt sind – nachhaken.
Persönliche Beratung
Lieber ein kurzes Gespräch?
In 15 Minuten klären wir gemeinsam, wo in Ihrem Angebot die größten Risiken stecken – und was Sie konkret tun können.
Nachtragsanfälligkeit
Manche Positionen im Angebot sind bewusst offen formuliert – nicht aus Nachlässigkeit, sondern als Kalkulation. Der Einstiegspreis bleibt niedrig, der eigentliche Verdienst kommt über Nachträge.
Achten Sie besonders auf diese Formulierungen:
„Nicht das günstigste Angebot gewinnt. Sondern das strukturell sauberste – mit dem geringsten Nachtragsrisiko."
— Berat Murati, Inhaber bevo bauMarktpositionierung des Preises
Ein Angebot, das deutlich unter dem Marktpreis liegt, ist kein Schnäppchen – es ist ein Warnsignal. Entweder fehlen Leistungen, oder der Anbieter kalkuliert auf Kante und holt sich den Rest über Nachträge zurück.
Gleichzeitig bedeutet ein hoher Preis nicht automatisch hohe Qualität. Entscheidend ist, ob der Preis durch klare Leistungen begründbar ist. Ein Marktpreisvergleich hilft – aber nur, wenn er auf vergleichbaren Leistungsumfängen basiert.
Vergleich
Bis zu 3 geprüfte Alternativangebote einholen
Sie möchten wissen, ob Ihr Angebot marktgerecht ist? Wir holen für Sie bis zu 3 strukturierte Alternativangebote von geprüften Partnerfirmen ein – und vergleichen sie objektiv.
Unternehmensqualität und Projektstruktur
Ein Angebot ist auch ein Spiegel des Unternehmens, das dahintersteht. Wie klar ist das Dokument strukturiert? Gibt es einen definierten Ansprechpartner? Wie transparent ist die Kalkulation aufgebaut?
Wer unstrukturiert anbietet, baut oft auch unstrukturiert. Das bedeutet nicht, dass ein schlechtes Angebot zwingend schlechte Arbeit nach sich zieht – aber es erhöht das Risiko erheblich.
Ein gutes Zeichen: Das Angebot enthält einen benannten Bauleiter, definierte Kommunikationswege und eine klare Abnahme-Prozedur.
Fazit: Der Preis ist nur der Anfang
Ein Bauangebot zu prüfen bedeutet nicht, misstrauisch zu sein. Es bedeutet, eine fundierte Entscheidung zu treffen – bevor man unterschreibt und nicht danach.
Die meisten Eigentümer, die sich später über Nachträge ärgern, haben das Angebot nicht sorgfältig gelesen. Nicht weil sie nachlässig waren, sondern weil sie nicht wussten, worauf sie achten müssen.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Angebot diese Kriterien erfüllt: Lassen Sie es prüfen. Eine strukturierte Zweitmeinung kostet wenig – und kann viel verhindern.
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